Elementarschäden 2026: Ist Ihr Haus gegen Starkregen versichert?

Überflutete Straße nach Starkregen – Symbolbild Elementarschäden

Wie gefährdet ist Ihr Standort? Prüfen Sie Ihr Elementarrisiko: Zum Elementarrisiko-Rechner.

Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal 2021 hat vielen Deutschen schmerzhaft vor Augen geführt, wie verheerend Naturereignisse sein können – und wie viele Hausbesitzer völlig ungeschützt waren. Noch immer sind in Deutschland nur rund 54 % aller Wohngebäude gegen Elementarschäden versichert. Dabei kann Starkregen praktisch überall auftreten – nicht nur an Flüssen. In diesem Ratgeber erklären wir, was Elementarschäden sind, warum Ihre normale Gebäudeversicherung nicht ausreicht und was eine Elementarschadenversicherung kostet. (Quelle: GDV)

Was sind Elementarschäden?

Unter Elementarschäden versteht die Versicherungswirtschaft Schäden durch außergewöhnliche Naturereignisse. Dazu gehören:

Nicht zu den Elementarschäden zählen: Sturm und Hagel (diese sind bereits in der normalen Wohngebäude- und Hausratversicherung enthalten), Blitzschlag sowie Grundwasseranstieg ohne Oberflächenwasser.

Warum die normale Gebäudeversicherung nicht reicht

Die Wohngebäudeversicherung deckt standardmäßig nur Feuer, Leitungswasser, Sturm (ab Windstärke 8) und Hagel ab. Schäden durch Überschwemmung, Starkregen oder Erdrutsch sind ausdrücklich ausgeschlossen – sie müssen als zusätzlicher Baustein „Elementarschadenversicherung“ (auch: erweiterte Naturgefahren) eingeschlossen werden.

Dasselbe gilt für die Hausratversicherung: Ihr Inventar (Möbel, Elektronik, Kleidung) ist gegen Überschwemmung nur geschützt, wenn der Elementarbaustein enthalten ist.

Informieren Sie sich über den richtigen Versicherungswert Ihres Gebäudes mit unserem Wohngebäude-Wertrechner und den Wert Ihres Hausrats mit dem Hausrat-Wertrechner.

ZÜRS-Zonen: Die Risikoeinstufung Ihres Standorts

Versicherer nutzen das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS Geo), um das Hochwasserrisiko jeder Adresse in Deutschland einzustufen. Es gibt vier Gefährdungsklassen:

Wichtig: Starkregen wird durch ZÜRS nicht vollständig abgebildet. Starkregen kann überall auftreten – auch in ZÜRS-Zone 1. Das Ahrtal-Hochwasser 2021 hat gezeigt, dass selbst Gebiete, die nie als hochwassergefährdet galten, innerhalb von Stunden metertief unter Wasser stehen können.

Praxisbeispiel: Starkregenschaden ohne Elementarschutz

Familie Müller besitzt ein Einfamilienhaus in einer mittelfränkischen Kleinstadt (ZÜRS 1). Nach einem heftigen Gewitterregen im Sommer läuft Wasser über die Straße in den Keller und das Erdgeschoss. Die Bilanz:

Weil Familie Müller keinen Elementarschutz hatte, muss sie den kompletten Betrag selbst tragen. Die Wohngebäudeversicherung lehnt ab – Überschwemmung durch Oberflächenwasser ist nicht gedeckt. Auch die Hausratversicherung zahlt nicht. Ein Elementarbaustein hätte die Familie weniger als 300 EUR pro Jahr gekostet.

Was kostet die Elementarschadenversicherung?

Die Kosten für den Elementarzusatz hängen von der ZÜRS-Zone, dem Gebäudewert und der Bauart ab. Orientierungswerte für ein Einfamilienhaus (Wert ca. 300.000 EUR):

Für die große Mehrheit der Gebäude (Zone 1 und 2) ist der Elementarschutz also erschwinglich – gemessen am potenziellen Schaden sogar ausgesprochen günstig.

Lesen Sie auch unseren Ratgeber Immobilie richtig absichern für einen umfassenden Überblick über alle relevanten Versicherungen rund um Ihr Eigenheim.

Prüfen Sie jetzt das Elementarrisiko an Ihrem Standort: Zum Elementarrisiko-Rechner.

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