Grunderwerbsteuer 2026: Steuersätze nach Bundesland

Einfamilienhaus als Symbol für Immobilienkauf und Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer (GrESt) ist einer der größten Kostenfaktoren beim Immobilienkauf – und sie variiert erheblich je nach Bundesland. Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, sollte die aktuellen Sätze und mögliche Befreiungen genau kennen. Mit unserem Grunderwerbsteuerrechner berechnen Sie Ihre individuelle Steuerlast in Sekunden. (Quelle: Bundesfinanzministerium)

Was ist die Grunderwerbsteuer?

Die Grunderwerbsteuer fällt bei jedem Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie in Deutschland an. Sie wird auf den im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreis erhoben und muss vom Käufer gezahlt werden. Erst nach Zahlung der GrESt stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, die für die Eintragung ins Grundbuch erforderlich ist. Ohne diese Bescheinigung kann der Eigentumswübergang nicht vollzogen werden.

Seit der Föderalismusreform von 2006 können die Bundesländer den Steuersatz selbst festlegen. Das Ergebnis: ein Flickenteppich von 3,5 % bis 6,5 %, der beim Immobilienkauf einen Unterschied von mehreren Zehntausend Euro ausmachen kann.

Grunderwerbsteuer 2026: Alle Steuersätze im Überblick

Die aktuellen Grunderwerbsteuersätze nach Bundesland (Stand 2026):

Die Spanne von 3,0 Prozentpunkten hat enorme Auswirkungen. Bei einem Kaufpreis von 350.000 EUR beträgt die Differenz zwischen Bayern (3,5 %) und Nordrhein-Westfalen (6,5 %) stolze 10.500 EUR – ein Betrag, der bei vielen Familien einem halben Jahresnettoeinkommen entspricht.

Rechenbeispiel: 350.000-EUR-Haus in Bayern vs. NRW

Vergleichen wir die gesamten Kaufnebenkosten bei einem identischen Kaufpreis von 350.000 EUR:

Kauf in Bayern (3,5 %):

Kauf in Nordrhein-Westfalen (6,5 %):

Die Differenz allein bei der Grunderwerbsteuer: 10.500 EUR. Nutzen Sie unseren Grunderwerbsteuerrechner, um Ihre individuellen Kosten zu berechnen.

Kaufnebenkosten im Gesamtüberblick

Die Grunderwerbsteuer ist nur ein Teil der Kaufnebenkosten. Insgesamt müssen Käufer mit folgenden zusätzlichen Kosten rechnen:

In Summe liegen die Kaufnebenkosten zwischen 7 % und 15 % des Kaufpreises – je nach Bundesland und Maklervereinbarung. Diese Kosten müssen in der Regel aus Eigenkapital finanziert werden, da Banken sie nicht in die Finanzierung einbeziehen.

Berechnen Sie mit unserem Hypothekenrechner, wie sich Kaufpreis und Nebenkosten auf Ihre monatliche Belastung auswirken.

Befreiungen von der Grunderwerbsteuer

In bestimmten Fällen fällt keine Grunderwerbsteuer an. Die wichtigsten Befreiungen nach § 3 GrEStG:

Wichtig: Diese Befreiungen gelten nur bei direkter Übertragung. Wird die Immobilie über Umwege (z. B. über eine Gesellschaft) übertragen, kann die Steuerbefreiung entfallen.

Tipps zur Reduzierung der Grunderwerbsteuer

Obwohl die Steuersätze gesetzlich festgelegt sind, gibt es legale Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken:

Planen Sie den Immobilienkauf als Kapitalanlage? Dann lesen Sie auch unseren Artikel zur Immobilie als Kapitalanlage und nutzen den Kapitalanlage-Rechner.

Grunderwerbsteuer im Kontext: Kaufen oder Mieten?

Die Grunderwerbsteuer ist ein Einmal-Kostenfaktor, der die Kaufentscheidung beeinflusst. In Bundesländern mit hohen Sätzen dauert es länger, bis sich der Kauf gegenüber der Miete rechnet. In Bayern oder Sachsen (3,5 %) liegt der Break-even deutlich früher als in Brandenburg oder NRW (6,5 %).

Nutzen Sie unseren Kaufen-oder-Mieten-Rechner, um Ihre persönliche Situation mit allen Nebenkosten durchzurechnen.

Ob Erstkauf oder Kapitalanlage – die Grunderwerbsteuer ist eine nicht verhandelbare Größe, die Sie frühzeitig in Ihre Finanzplanung einbeziehen sollten. Berechnen Sie jetzt Ihre exakte Steuerlast:

Jetzt Grunderwerbsteuer berechnen mit unserem Rechner

Zurück zum Blog